<span style="font-family:Times New Roman;font-size:30px"><strong>Mein soziales Engagement in Vietnam als Spiegelbild meiner Persönlichkeit</strong> Mein soziales Engagement in Vietnam als Spiegelbild meiner Persönlichkeit" />

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Mein soziales Engagement in Vietnam als Spiegelbild meiner Persönlichkeit

Seit 11 Jahren unter­stütze ich bedürftige, kranke und verun­fallte Menschen am anderen Ende der Welt.

Operation

Operationen kön­nen rich­tig ins Geld ge­hen – auch in Vi­et­nam.

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Inhaltsverzeichnis

Über fol­gen­de Links ge­lan­gen Sie schnell zu ein­zel­nen Ka­pi­teln, die Sie be­son­ders in­ter­es­sieren, und von dort wie­der zu­rück. Oder Sie scrol­len die­se Sei­te ein­fach wei­ter.

  1. Seitenanfang
  2. Einleitung
  3. Eine andere Welt
  4. Mein Freund Hạnh und seine Familie
  5. Wichtige Hilfsleistungen
  6. Mein Fazit zu den Hilfsleistungen
  7. Meine Orientierung
  8. Mein Vorbild
  9. Mein Ehrenwort
  10. Mein Charakter
  11. Mein Appell

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Einleitung

Lie­be Le­se­rin oder lie­ber Le­ser,

auf die­ser Sei­te be­schrei­be ich mein so­zi­a­les En­ga­ge­ment in Vi­et­nam; zu­erst im All­ge­mei­nen und da­nach im Spe­zi­el­len, in­dem ich mei­ne vier wich­tig­sten Hilfs­leis­tun­gen im Jahr 2021 er­läu­te­re.

Wich­tig des­halb, weil ich da­mit ent­schei­dend zur Ge­ne­sung akut er­krank­ter und ver­un­fall­ter Men­schen bei­tra­gen konn­te.

Zum Schluss schil­de­re ich noch mei­ne Be­weg­grün­de für mein so­zi­a­les En­ga­ge­ment, um Ih­nen Ein­blick in mei­ne Per­sön­lich­keit zu ge­wäh­ren.

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Mit die­ser Sei­te möch­te ich um Ihr Ver­trau­en wer­ben. Wer nach­weis­lich so viel für ar­me Men­schen üb­rig hat wie ich, muss über ein sehr ho­hes Maß an Mit­ge­fühl ver­fü­gen und könn­te des­halb un­mög­lich ei­nen Le­bens­a­bend-Part­ner über­vor­teil­en.

„Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch kei­nem an­dern zu.“

Zu­dem lässt der fol­gen­de Be­richt er­ah­nen, wie ernst mir die Be­treu­ung ei­nes Le­bens­a­bend-Part­ners, mit dem ich tag­täg­lich zu­sam­men bin, wä­re, wenn mir schon das Wohl von Men­schen am an­de­ren En­de der Welt über­aus am Her­zen liegt.

Sie brau­chen, lie­be Le­se­rin oder lie­ber Le­ser, bei mir nicht an das „Gu­te im Men­schen“ zu glau­ben, son­dern krie­gen es auf die­ser Sei­te schwarz auf weiß be­stä­tigt.

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Mein Freund Hạnh und seine Familie

Haus

Im Jah­re 2013 lern­te ich in ei­nem Ur­laub in Thai­land ei­nen jun­gen Mann aus Vi­et­nam ken­nen. In vie­len Ge­sprä­chen, mit not­wen­di­ger Un­ter­stüt­zung ei­ner Trans­la­tor-App am Han­dy, er­fuhr ich von ihm die Ver­hält­nis­se, in wel­chen sei­ne Fa­mi­lie, 2.000 km von Thai­land ent­fernt, leb­te. Ei­ne Be­mer­kung von ihm ist mir bis heu­te in Er­in­ne­rung ge­blie­ben, weil sie mich da­mals be­trof­fen ge­macht hat. Hạnh, so der Na­me die­ses jun­gen Man­nes, ge­stand mir ir­gend­wann, wie frus­trie­rend es für ihn sei, dass es in dem Tou­ris­ten­ort auf Phu­ket all die schö­nen Din­ge, wel­che sich ein jun­ger Mann aus sei­nen ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen sehn­lichst wünscht, zu kau­fen gä­be (Mo­ped, Smart­phone, Di­gi­tal­ka­me­ra, Vi­de­o­ka­me­ra, Fern­se­her, Com­pu­ter, Play­sta­tion usw.), aber eben nur für die­je­ni­gen, wel­che da­zu über das nö­tige Geld ver­füg­ten. Sinn­ge­mäß in­ter­pre­tiert hieß das „für al­le an­de­ren nur nicht für mich“. Sei­nen gan­zen Ver­dienst spar­te er, um zu Hau­se ge­lie­he­nes Geld zu­rück­zah­len oder In­ves­tit­i­o­nen in be­schei­de­nem Um­fang vor­neh­men zu kön­nen. Nach Ar­beits­en­de mit­ten in der Nacht sam­mel­te er in dem Ort mit ei­nem gro­ßen Sack im­mer noch eine Stun­de lang her­ren­lo­se Plas­tik­fla­schen, die er tags da­rauf ge­gen ein ge­rin­ges Pfand ein­lö­sen konn­te. Nach et­wa 4 Mo­na­ten Sam­me­lei hat­te er da­mit so viel Geld zu­sätz­lich er­löst, um sich ein Smart­phone im Wert von et­wa 130 Eu­ro kau­fen zu kön­nen. Da­mit er­öff­ne­te sich ihm dann per In­ter­net der Blick in die Welt und die­ses Han­dy hü­te­te er wie sei­nen Aug­apfel. Ich rich­te­te ihm da­rauf Whats­App ein und seit­her sind wir fast täg­lich per Chat in Kon­takt über vie­le Län­der hin­weg. Die Ver­stän­di­gung klappt zwi­schen­zeit­lich ganz gut, ent­we­der auf Eng­lisch, das ich Hạnh in den Grund­zü­gen (mit Un­ter­stüt­zung einer dol­met­schen­den vi­et­na­me­si­schen Leh­rer­in) per Handy bei­ge­bracht hat­te, oder aber zu­sätz­lich per Über­set­zungs­app.

Reisfeld

Hạnh´s Vater litt 20 Jah­re lang an He­pa­ti­tis, weil die Fa­mi­lie ein­fach kein Geld für ei­ne kon­se­quen­te me­di­zi­ni­sche Be­hand­lung mit wirk­sa­men Me­di­ka­men­ten hat­te. Kurz nach mei­nem Ur­laubs­en­de er­hielt Hạnh in Thai­land die Nach­richt, dass es sei­nem Va­ter ge­sund­heit­lich zu­neh­mend schlech­ter gi­nge. Ich fi­nan­zier­te ihm dann die Heim­rei­se und den Aus­fall sei­nes Ein­kom­mens für die näch­sten Mo­na­te und so konn­te er nach Hau­se zu sei­nem tod­kran­ken Va­ter ei­len und noch ei­ni­ge Wo­chen mit ihm zu­sam­men sein, bis die­ser dann im Al­ter von nur 53 Jah­ren starb. Die­ses tra­gi­sche Er­eig­nis zum An­lass ge­nom­men, leg­te ich ein Ge­lüb­de ab, dass wenn es mir künf­tig im Le­ben gut geht, es Hạnh und sei­ner Fa­mi­lie nicht mehr schlecht ge­hen darf. Nie­mals, so­lang ich lebe, soll noch ein­mal je­mand von ih­nen blei­bend an ei­ner Krank­heit lei­den müs­sen oder so­gar da­ran ster­ben, weil das Geld für ei­ne Heil­be­hand­lung fehlt.

Hạnh wohnt in ei­nem Dorf in Nord­vi­et­nam und be­sitzt ein 1.200 m² gro­ßes Reis­feld, das er als Bau­er be­wirt­schaf­tet. Mit dem Reis aus zwei Ern­ten pro Jahr so­wie Ge­mü­se aus dem Gar­ten ist die Grund­er­nährung für sei­ne Fa­mi­lie ge­sichert, zu­sätz­lich Reis auf dem Markt ver­kau­fen und da­mit et­was Geld ver­die­nen zu kön­nen, da­zu reicht der Ern­te­er­trag al­ler­dings nicht aus.

Reisfeld

Ich ha­be Hạnh im Lau­fe der Jah­re ge­hol­fen, in sei­ne Land­wirt­schaft zu in­ves­tie­ren, ein neu­es Haus aus Stein zu bau­en, er hat da­mit ei­ne Fa­mi­lie grün­den kön­nen und ist nun Va­ter ei­nes über­aus sü­ßen man­del­äu­gi­gen Jun­gen mit dem Na­men Sang.

Durch mei­ne fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung hat Hạnh das Pri­vi­leg, nicht, wie vie­le Wan­der­ar­bei­ter auf der Welt, das gan­ze Jahr weit weg von zu­hau­se ar­bei­ten zu müs­sen, um sei­ne Fa­mi­lie er­näh­ren zu kön­nen. Statt­des­sen kann Hạnh tag­täg­lich mit sei­nem klei­nen Sohn zu­sam­men sein. Auf frü­he­ren Fern­rei­sen be­ob­ach­te­te ich im­mer wie­der Gast­ar­bei­ter, wie sie nach­denk­lich vor­bei­ge­hen­den Tou­ris­ten mit Kin­dern hin­ter­her schau­ten, wahr­schein­lich die frem­den Men­schen aus ei­ner an­de­ren Welt in ih­rem tief­sten In­ne­ren glü­hend um de­ren Glück be­nei­dend und in Ge­dan­ken und Weh­mut bei ih­ren ei­ge­nen Kin­dern, wel­che sie nur we­ni­ge Wo­chen im Jahr in der Zeit des Neu­jahrs­fes­tes se­hen kön­nen und bei je­der jähr­li­chen Heim­kehr fest­stel­len müs­sen, dass ihr Nach­wuchs wie­de­r­um ein Stück ge­wach­sen ist oder die Klein­sten viel­leicht so­gar frem­deln. Ich möch­te mir gar nicht die Sehn­sucht die­ser Vä­ter nach ih­rer Fa­mi­lie das Jahr über fern­ab der Hei­mat vor­stel­len. Mit Vi­de­o­chat ist das Heim­weh für sol­che ar­men Men­schen heut­zu­tage zwar wahr­schein­lich er­träg­li­cher als frü­her per ge­le­gent­li­chem Te­le­fon­kon­takt, aber sein Kind zu je­der Zeit lieb­ko­send in den Arm neh­men zu kön­nen, es zu trös­ten, wenn es weint, bei Krank­heit an sei­nem Bett zu wa­chen, sei­ne Ent­wick­lung mit­zu­er­le­ben, wie es ge­hen und spre­chen lernt und sich sei­ne ei­ge­ne Per­sön­lich­keit he­raus­bil­det, ist da­ge­gen un­ver­gleich­lich. Hạnh soll die­sen Herz­schmerz ei­nes Va­ters weit weg von zu­hau­se nicht ha­ben. Ich hoffe, ihm noch vie­le Jah­re die­ses Los er­spa­ren zu kön­nen.

Büffel im Reisfeld

Es sind aber nicht nur die Un­ter­stüt­zun­gen für Hạnh, wel­che ich die letz­ten Jah­re über­nom­men habe, son­dern auch für et­li­che sei­ner Ver­wand­ten und Dorfbewohner die Kos­ten für kli­ni­sche Un­ter­su­chun­gen in der Haupt­stadt Ha­noi (200 km ent­fernt), Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te, am­bu­lan­te ärzt­li­che Be­hand­lun­gen, Me­di­ka­men­te, Ge­burts­hil­fe, Be­stat­tun­gen, Schul­geld, Klei­dung für Kin­der und He­r­an­wach­sen­de so­wie Zu­wen­dun­gen an Hin­ter­blie­be­ne und zur Grün­dung ei­ner Fa­mi­lie u. v. m.

Ne­ben­bei be­merkt habe ich zu Guns­ten die­ser Men­schen auch seit dem Jah­re 2013 komp­lett aufs Rei­sen ver­zich­tet und das ge­spar­te Geld nach Vi­et­nam ge­spen­det – 11 Jahre lang!

Reisfeld

Der Kon­takt zu Hạnh hat mich ver­än­dert, noch nie zu­vor wur­de ich so haut­nah mit Ar­mut kon­fron­tiert; hun­gern müs­sen die Men­schen in sei­nem Hei­mat­land je­doch Gott sei Dank nicht. Die auf­rüt­teln­de Er­kennt­nis über mein ei­ge­nes Glück, in ei­nem fried­li­chen, de­mo­kra­ti­schen, wohl­ha­ben­den und so­zi­a­len Land wie Deutsch­land zu le­ben, vor al­lem aber auch ge­sund zu sein so­wie im Fal­le von Krank­heit best­mög­lich the­ra­piert zu wer­den, war für mich eine ech­te Of­fen­ba­rung und stei­ger­te mei­ne we­sens­im­ma­nen­te Zu­frie­den­heit noch wei­ter. Schon zu­vor hat­te ich im­mer wie­der Geld an al­le mög­li­chen ka­ri­ta­ti­ven Or­ga­ni­sat­i­o­nen ge­spen­det, aber seit­dem ich Hạnh ken­nen­ge­lernt ha­be, hat sich bei mir ein Be­dürf­nis ent­wi­ckelt, ar­men Men­schen fi­nan­zi­ell zu hel­fen, auch wenn ich selbst da­für zu­rück­ste­cken muss.

Er­wäh­nens­wert ist noch, dass Hạnh, des­sen We­sen ich zwi­schen­zeit­lich über vie­le Jah­re hin­weg in zahl­lo­sen Chats ken­nen­ge­lernt ha­be, cha­rak­ter­lich über je­den Zwei­fel er­ha­ben ist. Er wür­de mich nie be­lü­gen, um un­ter Vor­täu­schung fal­scher Tat­sa­chen ei­nen Vor­teil zu er­lan­gen; da­für le­ge ich mei­ne Hand für ihn ins Feu­er.

Hạnh

Das ist Hạnh, ein ech­ter Glücks­pilz. – "Hạnh" heißt übri­gens tref­fen­der­wei­se über­setzt zu Deutsch "Glück" oder "Glück­li­cher".

Für uns Eu­ro­pä­er un­ge­wohnt ist, dass in Vi­et­nam je­des Sub­stan­tiv ein Na­me und je­der Na­me männ­lich oder weib­lich sein kann, im­mer in Ver­bin­dung mit dem Wort Bru­der oder Schwes­ter als ge­schlecht­li­ches Un­ter­schei­dungs­merk­mal. Hạnhs Frau mit dem Namen "Nga" heißt bei­spiels­wei­se "Russ­land" und wird "Schwes­ter Russ­land" ge­nannt. Ein Mann mit dem­sel­ben Na­men wür­de dem­zu­folge "Bru­der Russ­land" ge­ru­fen.

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Wichtige Hilfs­leistungen
für kranke oder verun­fallte Menschen

Patient

In die­sem Ka­pi­tel be­schrei­be ich Hos­pi­tal­auf­ent­hal­te – ex­em­pla­risch für zahl­reiche wei­te­re im Lau­fe der Jah­re – für wel­che ich die Kos­ten über­nom­men ha­be. Es ist der Ein­blick in ei­ne an­de­re Welt und führt vor Au­gen, wie knall­hart in ei­nem Schwel­len­land Geld über Tod, Krank­heit, Ge­bre­chen oder Ge­ne­sung ent­schei­den kann.

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Huy – März 2021

Huy hat­te im Al­ter von et­wa 1 Jahr über ei­nen lä­nge­ren Zeit­raum nicht an Ge­wicht zu­ge­nom­men, son­dern im Ge­gen­teil durch Ap­pe­tit­lo­sig­keit noch ver­lo­ren. Zu­dem wein­te er im­mer wie­der an­hal­tend. Die ört­li­chen Ärz­te konn­ten hier­für kei­ne Ur­sa­che aus­fin­dig ma­chen. Da un­er­klär­li­cher Ge­wichts­ver­lust aber in al­ler Re­gel ein ernst­zu­neh­men­des ge­sund­heit­li­ches Alarm­sig­nal ist, die Fa­mi­lie des Jun­gen je­doch über kei­ne fi­nan­zi­el­len Mit­tel für ei­nen um­fas­sen­den me­di­zi­ni­schen Check-up ver­füg­te, über­sand­te ich hier­für Geld per So­fort­über­wei­sung mit der Maß­ga­be, den Jun­gen um­ge­hend auf Herz und Nie­ren über­prü­fen zu las­sen. Tags da­rauf wur­de er dann in ei­nem Kran­ken­haus in Ha­noi, der Haupt­stadt Vi­et­nams, un­ter­sucht mit dem Er­geb­nis, dass er 20% un­ter­ge­wich­tig war und er an einer Lun­gen­ent­zün­dung litt. Der Jun­ge wur­de an­schlie­ßend ins Re­gi­o­nal­kran­ken­haus ein­ge­wie­sen, wo er be­han­delt wur­de, bis die Pneu­mo­nie ab­ge­heilt war. Sei­ne El­tern über­schlu­gen sich ge­ra­de­zu vor Dank­bar­keit mir ge­gen­über, nach­dem die Fach­ärz­te sie auf­ge­klärt hat­ten, dass ei­ne Ver­schlep­pung der Krank­heit bei ih­rem ge­schwäch­ten Kind zu chro­ni­scher Schä­di­gung der Lun­ge bzw. zu Hirn­haut- oder Herz­mus­kel­ent­zün­dung hät­te füh­ren und da­mit so­gar le­bens­be­droh­lich hät­te en­den kön­nen. Auch wä­re Huy in sei­nem Dorf nicht das ers­te Kind ge­we­sen, wel­ches an ei­ner Lun­gen­ent­zün­dung ge­stor­ben ist.

Huy

Huy mit sei­ner Mut­ter vor dem Kran­ken­haus beim Es­sens­kauf. Man sieht den Ve­nen­ka­the­ter auf sei­ner Hand für die In­fu­si­o­nen, die er zur me­di­zi­ni­schen Be­hand­lung be­kom­men hat.

Huy

Hier ist Huy mit sei­ner Groß­mut­ter. Da hat er sich ge­sund­heit­lich schon ziem­lich er­holt und die Fa­mi­lie ist glück­lich, dass ihr Sor­gen­kind mitt­ler­wei­le wie­der völ­lig ge­sund ist.

Huy

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Hà – Mai 2021

Hà, 53 Jah­re alt, hat­te ei­nen Schlag­an­fall er­lit­ten, war da­bei ins Ko­ma ge­fal­len und wur­de ins re­gi­o­na­le Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert, wo sie aber man­gels me­di­zi­ni­scher Ge­rä­te­aus­stat­tung nicht ope­riert wer­den konn­te. Nach­dem ich die Zu­sa­ge ge­ge­ben hat­te, für ih­re Be­hand­lungs­kos­ten auf­zu­kom­men, wur­de sie in ein mo­der­nes Kran­ken­haus nach Ha­noi ver­legt. Bei An­kunft der be­wusst­lo­sen Pa­ti­en­tin in der Kli­nik dort ver­wei­ger­ten die Ärz­te je­doch die so­for­ti­ge Be­hand­lung; erst müs­se das Geld für die in­ten­siv­me­di­zi­ni­sche Di­a­g­nos­tik und The­ra­pie vor­ab be­zahlt sein. Ein Fix­be­trag, wel­cher dem Viel­fa­chen des Jah­res­ein­kom­mens ei­nes vi­et­na­me­si­schen Wan­der­ar­bei­ters ent­sprach und der von Hà´s Fa­mi­lie nie­mals hät­te auf­ge­bracht wer­den kön­nen. Das Geld mei­ner „So­fort­ü­ber­wei­sung“ konn­te in je­ner Nacht aber nicht von der Bank ab­ge­holt wer­den, son­dern erst am näch­sten Mor­gen, wes­halb die Pa­ti­en­tin 14 Stun­den lang im Kran­ken­haus un­be­han­delt blieb und le­dig­lich Sau­er­stoff­un­ter­stüt­zung für die Be­at­mung er­hielt. 14 Stun­den, wo bei ei­nem Schlag­an­fall doch je­de Mi­nu­te zählt, um ei­ne dau­er­haf­te or­ga­ni­sche Schä­di­gung zu ver­hin­dern, weil Ge­hirn­zel­len in­fol­ge Blut­un­ter­ver­sor­gung ab­ster­ben. Erst nach­dem der ge­for­der­te Be­trag in der Kli­nik in vol­ler Hö­he be­zahlt wor­den war, wur­de Hà mit­tels High­tech-Ge­rät­schaft un­ter­sucht und an­schlie­ßend ope­riert. Wenn der Be­trag nicht vor­ab be­glichen wor­den wäre, dann wäre sie – be­wusst­los wie sie war – oh­ne me­di­zi­ni­sche In­ten­siv­be­hand­lung in das re­gi­o­na­le Kran­ken­haus zu­rück­ge­bracht wor­den. Die Ärz­te schätz­ten für die­sen Fall die Über­le­bens­chan­ce von ihr auf nur 15-20 Pro­zent oder, wenn sie über­lebt hät­te, höchst­wahr­schein­lich mit ir­re­ver­sib­len ge­sund­heit­li­chen Schä­den. Hà er­wach­te nach ei­ner Wo­che wie­der aus dem Ko­ma und wur­de nach zwei Wo­chen ins Re­gi­o­nal­kran­ken­haus über­führt.

Frau

Hà im Kran­ken­wa­gen zwi­schen Le­ben und Tod. 😢

Ins­ge­samt zwei Mo­nate muss­te sie in den Kran­ken­häu­sern ver­brin­gen. Seit ih­rem Schlag-­an¬fall hat sie Pro­ble­me mit dem Schlu­cken und kann des­halb nur mit Mü­he fes­te Kost zu sich neh­men. Laut Be­rich­ten im In­ter­net lässt sich das aber mit Re­ha­bi­li­tat­i­ons­maß­nah­men be­he­ben, wes­we­gen sie noch in me­di­zi­ni­scher Be­hand­lung ist. Ich wün­sche ihr von Her­zen, dass sie wie­der voll­stän­dig ge­sund wird.

Frau

Hà ist wie­der zu­hause, jedoch noch nicht die Al­te. Schmal ist sie ge­wor­den.

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Tý – Juni 2021

Tý, 49 Jah­re alt, war 8 Me­ter tief von ei­nem Baum ge­stürzt. Da­bei hat­te er sich bei­de Knö­chel ge­bro­chen und die Wir­bel­säu­le ver­letzt. Zum Glück aber wa­ren die Ner­ven­strän­ge im Wir­bel­ka­nal nicht durch­trennt, sonst wä­re er jetzt quer­schnitt­ge­lähmt. Zu­erst wurde der Ver­letz­te ins Re­gio­nal­kran­ken­haus ein­ge­lie­fert, weil dort je­doch kei­ne Wir­bel­säu­len­ope­ra­ti­o­nen durch­ge­führt wer­den kön­nen, wur­de er in ei­ne Kli­nik in die Pro­vinz­haupt­stadt über­führt. Aber auch in die­sem Kran­ken­haus galt, wie schon in der Kli­nik in Ha­noi bei Hà: Oh­ne Vor­kas­se kei­ne Auf­nah­me. Die Ärz­te ope­rier­ten Tý dort und sta­bi­li­sier­ten mit Im­plan­ta­ten und Schrau­ben sei­ne Wir­bel­säu­le, weil sonst die Ge­fahr von Ner­ven­quet­schun­gen oder -ab­ris­sen mit der Fol­ge von Läh­mun­gen bzw. feh­len­der Kon­tro­lle der Bla­sen- und Darm­funk­ti­on be­stan­den hät­te. Die Ope­ra­ti­on ist gut ver­lau­fen. Tý wur­de nach ei­ner Wo­che wie­der zu­rück in das Re­gi­o­nal­kran­ken­haus ver­legt und nach wei­te­ren zwei Wo­chen nach Hau­se ent­las­sen.

Ty

Das ist Tý zu­hau­se auf sei­nem Kran­ken­lager. Er muss­te ein Kor­sett tra­gen, hat­te län­ge­re Zeit noch er­heb­li­che Schmer­zen im Rü­cken und konnte nicht ste­hen. Sei­ne Ge­ne­sung ist aber fort­ge­schrit­ten und die Prog­no­sen auf kom­plet­te Hei­lung sind gut.

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Hằng – November 2021

Hằng, 50 Jah­re alt, war ge­stürzt und hat­te da­bei ei­nen Band­schei­ben­vor­fall in der Len­den­wir­bel­säu­le er­lit­ten. Wer schon ein­mal ei­nen sol­chen am ei­ge­nen Leib er­lebt hat, weiß, wie schmerz­haft je­de fal­sche Be­we­gung dann sein kann. Das Pro­b­lem war, wie bei Hà und Tý, oh­ne Vor­kas­se kei­ne Ope­ra­ti­on im Kran­ken­haus. Die Fa­mi­lie von Hằng hat­te je­doch nach der mitt­ler­wei­le ge­fühlt un­end­lich lan­gen Zeit oh­ne Ver­dienst in­fol­ge der Co­ro­na-Be­schrän­kun­gen kei­ner­lei fi­nan­zi­el­le Rück­la­gen. Das ein­zi­ge ver­flüs­sig­ba­re Ka­pi­tal, wel­ches sie ge­habt hät­ten, wäre ein jun­ger Büf­fel ge­we­sen, den aber zu ver­sil­bern, bei Wei­tem nicht aus­ge­reicht hät­te, die Kran­ken­haus­kos­ten zu be­zah­len. Die Er­leich­te­rung von Hằng über mei­ne Be­reit­schaft, als Fi­nan­cier der er­for­der­li­chen OP ein­zu­sprin­gen, muss ich nicht aus­füh­ren. Die Ope­ra­ti­on ist er­folg­reich ver­lau­fen und ich ge­he da­von aus, dass sich Hằng nach und nach wie­der schmerz­frei be­we­gen kann.

Hang

Hằng noch in Nar­ko­se kurz nach der Ope­ra­ti­on.

Das Pro­blem bei all den ar­men Bau­ern in Hạnhs Dorf ist, dass sie in der mo­men­ta­nen Pan­de­mie­zeit kein Geld ha­ben, um ein­e Kran­ken­ver­si­che­rung für ih­re Fa­mi­li­en be­zah­len zu kön­nen. Bei un­vor­her­ge­se­he­nen Kran­ken­haus­auf­ent­hal­ten mit Ope­ra­tio­nen geht es für die­se Leu­te dann stets um Aus­ga­ben in Di­men­si­on­en von Jah­res­ein­kom­men, die sie in al­ler Re­gel nicht ha­ben und sie auch kaum ei­nen Kre­dit in die­ser Hö­he be­kom­men, schon gar nicht in der jet­zi­gen Zeit oh­ne Ein­kom­men.

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Mein Fazit
zu den Hilfsleistungen

Medizin

Ich bin froh und dank­bar, dass ich Huy, Hà, Tý und Hằng hel­fen und da­durch Ge­fahr für Leib und Le­ben von ih­nen ab­wen­den konn­te. Oh­ne mei­ne Hil­fe wä­re Hà wahr­schein­lich ge­stor­ben, der klei­ne Huy hät­te viel­leicht sein gan­zes Le­ben lang Atem­not we­gen ei­nes Lun­gen­lei­dens, Tý wä­re mög­li­cher­wei­se kör­per­lich be­hin­dert ge­blie­ben und Hằng müss­te im­mer wie­der un­ter höl­li­schen Rü­cken­schmer­zen lei­den.

Was wä­ren da­ge­gen die toll­sten Rei­sen zu den idyl­lisch­sten Or­ten die­ser Erde ge­we­sen, die ich mir al­ter­na­tiv mit dem Geld hät­te leis­ten kön­nen?

„Wenn die Men­schen in Vi­et­nam mit mei­ner Hil­fe glück­lich sind, dann bin ich es auch. Im­mer wie­der, wenn ich da­ran den­ke.“

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Meine Orientierung

Der barmherzige Samariter

Das Gleich­nis vom barm­her­zi­gen Sa­ma­ri­ter als „Ap­pell zur tä­ti­gen Nächs­ten­liebe“ zählt zu den be­kann­tes­ten Er­zäh­lun­gen Je­su im Neu­en Tes­ta­ment der Bi­bel und ist für mich Richt­schnur in mei­nem mit­mensch­li­chen Han­deln.

Da we­gen der Co­ro­na-Pan­de­mie die Not groß war in Vi­et­nam, über­nahm ich im Laufe der Jahre die Kos­ten für zahlreiche Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te für Be­woh­ner in Hạnhs Dorf.

Ich wünsch­te mir, ei­nen net­ten äl­te­ren Men­schen ken­nen­zu­ler­nen, der eben­so so­zi­al ein­ge­stellt ist.

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Mein Vorbild

Mutter

Bei mei­nen Zu­wen­dun­gen für be­dürf­ti­ge oder not­lei­den­de Men­schen den­ke ich an mei­ne Mut­ter, die von ih­rer kar­gen Ren­te frü­her re­gel­mä­ßig noch Geld an ver­schie­de­ne ka­ri­ta­ti­ve Or­ga­ni­sa­ti­o­nen spen­de­te und da­bei im­mer wie­der ein­mal be­ton­te: Das zahlt sich ir­gend­wann aus.“ Bei ihr war es zum ei­nen der Glau­be, da­für be­lohnt zu wer­den, wenn sie nach ih­rem Tod vor das An­ge­sicht des Herr­gotts tre­ten wird, und zum an­de­ren die Über­zeu­gung, dass wer Gu­tes tut und da­mit Glück sät, auch sel­bi­ges ern­ten wird, in wel­cher Form auch im­mer.

Zu­dem er­zähl­te sie oft, dass sie im Krieg nie bet­teln­de Men­schen weg­ge­schickt hat­te, oh­ne ih­nen we­nig­stens ein Dut­zend Kar­tof­feln, ein paar Ei­er, Brot, Mehl oder et­was Milch mit­ge­ge­ben zu ha­ben.

Kartoffeln und Eier

Un­se­re Fa­mi­lie be­saß da­mals ei­ne klei­ne Land­wirt­schaft mit drei Kü­hen, ein paar Schwei­nen und Hüh­nern. Die­se not­lei­den­den Men­schen hät­ten – so ih­re spä­te­re Er­zäh­lung – nie ver­ges­sen, bei wel­chen Bau­ern sie et­was zum Es­sen für Ih­re Fa­mi­li­en er­hiel­ten und noch we­ni­ger, bei wel­chem Groß­bau­ern sie mit dem Hund vom Hof ge­jagt wur­den.

Mei­ne so­zi­a­le Ader ha­be ich von ihr mit­be­kom­men.

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Mein Ehrenwort

Ehrenwort

Al­les, was ich auf die­ser In­ter­net­sei­te be­schrie­ben ha­be, ist die rei­ne Wahr­heit und nichts da­von ist über­trie­ben, um zu blen­den.

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Mein Charakter

Bergsteiger

Ge­wiss, ich bin kein Mann von Welt, da gibt es Leu­te für den ro­ten Tep­pich, die ele­gan­ter und elo­quen­ter sind als ich. Und auch ich habe Feh­ler wie je­der­mann, aber als Mensch, des­sen Den­ken, Han­deln und Ver­zich­ten zu­guns­ten An­de­rer in ho­hem Maß von Näch­sten­lie­be do­mi­niert wird, wie bei kaum je­man­dem sonst, den ich ken­ne, liegt mei­ne Mess­lat­te schon ver­dammt hoch.

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Mein Appell

Mei­ne Bit­te an Sie, lie­be Le­se­rin oder lie­ber Le­ser, den Link zu die­ser Sei­te per Whats­App, E-Mail oder Face­book zu tei­len, um mei­ne Le­bens­a­bend­vi­si­on be­kannt zu ma­chen.

   

Sie kön­nen mich kon­tak­tie­ren per Te­le­fon, aber auch per WhatsApp-Chat oder E-Mail, um mir mög­li­che Fra­gen zu stel­len. Da­r­über hi­n­aus ste­he ich je­der­zeit für ein per­sön­li­ches Ge­spräch zur Ver­fü­gung. Völ­lig un­ver­bind­lich so­wohl für Sie wie auch für mich.

Ich grüße Sie herz­lich

Bernhard Stern

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